Unsere Kriterien

Alle Produkte, die wir führen, sind fair produziert und aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt

Die Bemühungen in beiden Bereichen sind dabei immer als Prozess zu verstehen. Selbst nach vielen Jahren gibt es noch neue Ideen und Innovationen, die Ökobilanz und Arbeitsbedingungen von Textilproduktionen verbessern. Zugleich soll Mode auch einfach gefallen, schmeicheln, einen individuellen Stil unterstreichen und schlicht Spaß machen. Dazu suchen wir international nach größeren und kleinen Labels mit starken Kollektionen aus den Bereichen Urban Wear und Casual bis Business und Abendgaderobe. Allen gemeinsam ist, dass für sie eine umweltschonende Produktion und faire Arbeitsbedingungen selbstverständlich sind.


FAIR

Wann Mode "fair" ist, ist schwer zu definieren. Wir greifen dabei auf die von Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften mitgeprägten Kernarbeitsnormen und weitere Internationale Arbeitsstandards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zurück. Diese Standards fordern z.b. eine Begrenzung der Wochenarbeitszeit auf max. 48 Stunden, max. 12 Überstunden/Woche, mind. 1 Tag frei/Woche, keine Beschäftigung Minderjähriger und Freiheit zur gewerkschaftlichen Organisation. Bei vielen unserer Hersteller werden diese Kriterien weit übertroffen. Immer dann, wenn die Produktion nicht in einem Land stattfindet, dessen Regierung es zuzutrauen ist, diese Standards durchzusetzen, wird die Produktion von unabhängigen Organisation wie FairTrade (FLO) oder der Fair Wear Fondation (FWF) kontrolliert.

Zusätzlich muss jeder Hersteller nachweisen, dass er sich um eine Zahlung von sogenannten existenzsichernden Löhnen bemüht. Existenzsichernde Löhne bemessen sich an den landesspezifischen Lebenshaltungskosten und liegen oft deutlich über staatlichen Mindestlöhnen. Da ein Hersteller meist nur einer von vielen Auftraggebern einer Fabrik ist, kann er alleine kaum bewirken, dass die Löhne tatsächlich existenzsichernd sind. Jedoch kann er sehr wohl Vieles dafür tun, dass sich die Löhne diesem Ziel nähern.

Zudem achten wir darauf, dass die Baumwoll-Bauern einen fairen Preis für ihre Bio-Baumwolle erhalten. Die Bio-Baumwolle fast aller unserer Brands ist entweder GOTS oder Fairtrade zertifiziert. Manchmal auch gleich beides.

ORGANIC

Die Rohstoffe und Fasern für die von uns angebotenen Kleidungsstücke stammen entweder aus ökologischer Landwirtschaft (z.B. Bio-Baumwolle, organic cotton, Bio-Leinen, Bio-Wolle, organic wool), sind recycelt (z.B. Recycling-Polyester aus PET-Flaschen) oder sind zellulosebasierte Regeneratfasern mit einem umweltschonenden Prozess (z.b. TENCEL oder Modal Edelweiß). Zudem wird auf umwelt-/ und gesundheitsschädliche Farbstoffe und Prozesschemikalien verzichtet. Die meisten der verwendeten Stoffe sind GOTS oder IVN zertifiziert.

Wir achten auch darauf, dass die Produkte möglichst entweder nur aus natürlichen Rohstoffen bestehen (Bio-Baumwolle, Bio-Wolle, Tencel) oder sortenrein aus einem einzigen recycelten Kunststoff, damit sie nach der Nutzung gut wiederzuverwerten sind (Cradle to Cradle / Ökoeffektivität).

Da kunstfaserhaltige Textilien bei der Wäsche Mikroplastik/Mikrofasern verlieren, die über das Abwasser ins Meer gelangen, verzichten wir bei regelmäßig zu waschenden Produkten soweit wie möglich auf Recycling-Polyester und Recycling-Nylon. Bei Rucksäcken, Jacken oder Sneakern, die in der Regel selten bis nie in der Waschmaschine gewaschen werden, bleibt der Einsatz von Recyclingkunstfasern jedoch sinnvoll.

Eine hohe Qualität und damit Lebensdauer trägt ebenfalls zur Nachhaltigkeit der Produkte bei!


Die Kriterienmatrix

Bisher gibt es nicht das eine zentrale Siegel für alle ökologischen und fairen Textilien. Gemeinsam mit Experten von Get Changed, dem Grüne Mode Blog sowie den nachhaltigen Modemessen Ethical Fashion Show und Green Showroom haben wir daher eine Kriterienmatrix entwickelt, die definiert wo ECO und FAIR bei Kleidung anfängt. Diese Definition basiert auf umfassender Recherche zu den verschiedenen bestehenden Zertifizierungen und Mitgliedsorganisationen sowie der Forschung zu Ökobilanzen verschiedener Fasern und Materialien.

Alle, die es genau wissen wollen, finden im Folgenden das Tabellenwerk, das leider ein kleines Abkürzungsmonster ist. Erläuterungen zu den aufgeführten Zertifizierungen und Standards findet ihr hier.

3 Regeln zur Anwendung der Kriterienmatrix
1. Wir führen nur Produkte von Herstellern, die mit ihrer gesamten Produktionskette mindestens eine Box aus dem Bereich Menschen- und Arbeitsrechte erfüllen.

2. Zugleich müssen mindestens 70 % des Sortiments des Herstellers auch eine Box aus dem Bereich Ökologie erfüllen.

3. Aus diesem Sortiment wiederum bieten wir nur solche Produkte an, die bereits mindestens eine Box aus dem Bereich Ökologie erfüllen.

Anders gesagt: Zugelassen sind nur Hersteller, die sich bei ihrem gesamten Sortiment aktiv um die Wahrung von Arbeits- und Menschenrechten bemühen. Und zugelassen sind auch nur Produkte mit einem überzeugenden ökologischen Konzept.

Kriterien-Matrix

Hinweis: GOTS und IVN-Zertifizierungen auf Konfektionsebene (Bekleidung) bedeuten immer automatisch auch die Zertifizierung der Vorebenen (1. und 2.). Auch finden bei GOTS und IVN ebenfalls Kontrollen sozialer Mindeststandards statt, es wird jedoch weniger systematisch an der Umsetzung existenzsichernder Löhne gearbeitet. Deshalb sind beide in der Tabelle nur als ökologische Nachweise in der Matrix aufgeführt.